Die Patentjagd im Kanton Bern

Allgemeines
In den Kantonen wird die Jagd nach zwei verschiedenen Systemen ausgeübt. In 16 Kantonen wird die Patentjagd ausgeübt, sowie im  Kanton Bern. In 9 Kantonen wird nach dem Reviersystem gejagt (AG, BL und BS, LU, TG, SG, SH, SO, ZH). Im Stadtkanton Genf ist die eigentliche Jagd  seit 1974 verboten Anstelle der Jägerschaft übernehmen staatliche Wildkontrolleure die Regulierung der Wildbestände.

 

Persönliche Voraussetzungen
1 Die Jagdbewilligung wird Personen erteilt, die:
a handlungsfähig sind,
b auf Verlangen vor der Bewilligungserteilung mit einem Leumundszeugnis bestätigen, dass sie nicht wegen eines mit der Jagdausübung unvereinbaren Verhaltens bekannt sind,
c eine anerkannte Jagdprüfung bestanden und
d die vorgeschriebenen Regalabgaben und Gebühren entrichtet haben.

2 Sie wird verweigert, wenn die Person durch Gerichtsurteil oder administrative Massnahmen von der Jagd ausgeschlossen worden ist oder wenn die Person aus gesundheitlichen Gründen Dritte gefährden oder die Jagd nicht ausüben könnte.

3 Die zuständige Stelle der Volkswirtschaftsdirektion ist berechtigt, von der gesuchstellenden Person nötigenfalls ein vertrauensärztliches Zeugnis zu verlangen.
 
Sonstiges/Ergänzungen
Anmeldeformulare sind einzusenden an das:
Jagdinspektorat des Kantons Bern
Schwand,
3110 Münsingen
Anmeldefrist Jungjägerkurs: 15. November
Jährliche Anmeldefrist bis 15. August für Patentanmeldung

 


Jagdplanung
Durch die Einführung der Wildräume anstelle der ehemaligen Jagdkreise Oberland, Jura und Mittelland kann durch kleinflächigere Bestandeserhebungen spezifischer auf die regionalen Bedürfnisse reagiert werden. So wird z. B. eine zu hohe oder zu niedrige Wilddichte früher erkannt und geeignete jagdliche Massnahmen können eingeleitet werden. In die Jagdplanung in den Wildräumen werden vermehrt auch die Jägervereine einbezogen.

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